Cobra Jet
Frühjahr 2004: Eine lange Nacht mit Elvis-Burgern und Trash Russians im Berliner White Trash. Im Hintergrund laufen The Jam, Danko Jones, Sonics, MC5 und The Clash. Oliver Brümmer - nach sechs Jahren in Kalifornien mit einem 1969er Ford Mustang und ein paar Gitarren im Gepäck gerade nach Berlin zurückgekehrt - und sein alter Freund Steffen Krekler beschließen wieder gemeinsam Musik zu machen. Das Ziel: garagige, engergiegeladene Gitarrensounds mit der richtigen Portion Rotzigkeit. Das Ganze ohne aufgesetzte Sleazyness und einstudierte Posen, dafür mit einem schönen Schuss 60ties-Style, viel Groove und Konzentration auf das Wesentliche:
den Song.
Nach etlichen weiteren Trash Russians fällt es Olli und Steffen am nächsten Tag zwar schwer, sich an die Details des großartigen Plans zu erinnern. Ein paar Aspirin helfen aber, zumindest die wichtigsten Einzelheiten wieder in den Kopf zu bekommen. Kurze Zeit später rufen die beiden ihre Kumpels Philipp Diefenbach (Gitarre) und Herman Lamboy (Drums) an und mieten einen Proberaum. Die ersten Sessions folgen und das Ganze bekommt einen Namen: COBRA JET - nach dem legendären Sondermodell des Ford Mustang.
Von Anfang an gehen Cobra Jet es heftig an: Drei Gitarren! Eine klare Ansage und für Gesang und Instrumente die Möglichkeit, variationsreicher zu agieren ohne dabei in Gitarrensolo-Orgien abzugleiten.
Nach kurzer Zeit stößt Holger Hammel am Bass dazu - ein Freund aus alten Tagen und für die Rhythmusgruppe die ideale Ergänzung zu Hermann Lamboy.
Innerhalb weniger Monate stellen die Fünf ein Programm auf die Beine, das als explosive Mischung aus Garage Rock, modernen britischen Einflüssen, Punk und Beat das Publikum sofort überzeugt. Kurze, prägnante Songs, kein Solo zuviel, dafür das Wechselspiel zwischen Steffen und Olli, die sich neben der Gitarrenarbeit die Vocals teilen.
Nach nur zwei Monaten stehen Cobra Jet im September 2004 dann zum ersten Mal auf einer Konzertbühne und rockten den kleinen, aber feinen und komplett ausverkauften Saal gehörig. Seitdem haben sich die fünf Berliner bei diversen Auftritten (Wild At Heart, White Trash, Kesselhaus Kulturbrauerei, Razzle Dazzle, Rosis, Silverwings, Kato, Fète de la music, Waschhaus Potsdam, in Frankfurt/Oder, Braunschweig, Hamburg etc.) mit stetig wachsendem Erfolg ein treues Publikum erspielt.
Lange wird es nicht mehr dauern, bis die Fünf mehr als die bisher aufgenommene 5-Track-Demo-CD (im Frühjahr 2005 im Tommyhaus live eingespielt und mit Overdubs verfeinert) aufweisen können. Die Aufnahmen des ersten Cobra Jet Albums stehen voraussichtlich schon in diesem Juni an.