Delikat
Explosive Bläserattacken und fette Punkrockriffs - die 5 Delikatos verschreiben sich seit nunmehr vier Jahren der Verschmelzung von Punk, Rock'n Roll und Ska. Insbesondere Jojos Reibeisenstimme, gepaart mit zuckersüßer Posaune und Trompete, verleiht ihrem Stil-Bastard seine besondere Note. Zwischen reinen Gitarrenrocknummern und rotzigen Offbeat-Passagen tummeln sich öfter auch ruhigere Klänge.
Erste Bühnenerfahrungen werden im Jahre 2001 gemacht, seitdem klappern die Jungs und ein Mädel fleißig die einschlägigen Bühnen Berlins ab und sammeln diverse Autobahnkilometer. Nach kleineren Neubesetzungen und mehreren Studioaufenthalten mausert sich die Band zu ihrer heutigen Form. Ihre erste Demo-CD "Mit Ach und Krach" versorgt die kleine (aber feine) Fangemeinschaft Ende 2002 mit ersten konservierten Delikat-Klängen. Im September 2003 erscheint dann die erste gepresste Veröffentlichung "Weltraumpunk" auf 7" Vinyl, mit den Songs "Irgendwann" und "Moralapostel".
Hier ist bereits erkennbar, dass sich die Band stetig weiterentwickelt und sich nie in einem Sound festfährt. So kommt es, dass im Gegensatz zur ersten Scheibe diesmal die Bläser stärker im Kurs liegen, und beide Songs auf deutsch gesungen sind. Live sind Delikat mit über 70 absolvierten Konzerten schon länger kein Geheimnis mehr. Sie überzeugen durch energiereiche, schweißtreibende und sympathische Auftritte, in Berlin wie auch im Rest der Republik. Mit Bands wie Tagtraum, D-Sailors, Frau Doktor, Rolando Random oder den Wohlstandskindern werden nicht nur heiße Shows gespielt, sondern auch manche Freundschaft geschlossen.
Ihre erste kleine Tour im Oktober 2004 führt die junge Skapunktruppe neben einigen Stationen im eigenen Lande auch erstmals nach Österreich. Im Juli und August 2004 geht es erneut ins Studio, um in knapp zwei Monaten die "erste richtige CD" einzuspielen. Insgesamt sind 9 Songs auf der selbstbetitelten Scheibe, 7 davon in englischer Sprache. Vom swingigen "I Won't Cry" über bissig rockende Ska-Nummern wie "Mocking" zum brachialen Gitarrengewitter "Capitalist Square Garden" breiten die Delikatos ihre angesammelten Erfahrungen aus und präsentieren eine ansprechende Mischung aus verschiedenen Einflüssen. Textlich werden Alltags- Erfahrungen und persönliche Geschichten verarbeitet, ohne Belanglosigkeiten zu zelebrieren. Es darf aber ab und zu auch etwas politischer werden, so ist z.B. "Joe Ackermann" ein Statement zu Korruption und Bankenmacht. Klanglich wurde Wert auf eine fette, aber dennoch raue Produktion gelegt, was den Songs eine unverbrauchte Note verleiht, und das Lied im Mittelpunkt stehen lässt.
Zur Zeit spielen sich Delikat fleißig durch die Clubs, um ihre Scheibe unters Volk zu bringen und neue Sympathien zu gewinnen. Ostern 2006 steht eine Tour in Deutschland, Slowenien und Österreich an.
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» Delikat heute im White Trash (02.06.06)